Würde es sich um einen Menschen handeln, könnte dieser, im Falle eines Verhungerungs-Konfliktes, ohne feste Nahrung bei ausreichend Wasser für ca. 40 - 50 Tage überleben.
Das Leber-Sonderprogramm verlängert diese Zeitspanne und erhöht somit die Chance, auf ausreichend Nahrung zu stoßen.
Gleichzeitig sorgt die obligate Sympathicotonie (Aktivität/Tagesrhythmus) dafür, dass nun keine Zeit mehr mit Ruhepausen verschwendet wird, sondern das Individuum nur noch nach Nahrung sucht.
Würde die Antilope nach 40 oder 50 Tagen trotzdem verhungern, könnten wir trotz allem keinen Lebertumor feststellen, da die spezifische Zellteilungsrate der Leber zu gering ist, um in dieser Zeit einen Tumor wachsen zu lassen.
Beim Menschen verläuft dieses Sinnvolle Biologische Sonderprogramm oft unbiologisch.
Hier ist der Auslöser oft eine finanzielle Pleitesituation oder eine schlimme Diagnose bezüglich des Verdauungstraktes.
Der Unterschied zur Verhungerungssituation im Tierreich ist, dass der Patient hier nicht innerhalb von 50 Tagen an der Konfliktsituation versterben kann.
Die Folgen sind klar: Läuft das Sinnvolle Biologische Sonderprogramm in der konfliktaktiven-Phase länger, kann sich ein manifester Tumor bilden - der im Tierreich quasi nie vorkommt, da die Verhungerungs-Situation weitaus gefährlicher ist und zum Tod führt, bevor der Tumor sehr groß werden kann.